Trendforschungstool offenbart die Muster der E-Auto-Nachfrage

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Die Deutschen freunden sich immer mehr mit dem Elektroauto an. Das zeigen Nachfrageanalysen mit unserem NEUTRUM MARKTCHECK, für die mit dem Tool über 65 Millionen kaufrelevante Google-Suchen von Januar 2019 bis September 2021 untersucht werden. E-Mobility wächst dabei aus dem reinen Premiumbereich heraus und kommt im Mainstream an. Während das Interesse an E-Autos überall steigt, unterscheidet sich die Geschwindigkeit aber deutlich nach Bundesländern – und besonders zwischen Ost und West.

2021 brachte die Wende: Elektroautos auf dem Weg in den Mainstream

Seit April 2020 hat die Nachfrage nach E-Autos in Deutschland stark zugenommen – und während der regelrecht explosionsartige Anstieg im Herbst 2020 etwas an Sturm und Drang einbüßte, zeigt die Trendanalyse mit dem NEUTRUM MARKTCHECK, dass ein Ende des Booms nicht in Sicht ist. 

Von Tesla bis Taycan haben dabei zunächst teure, statustächtige Modelle haben das Bild der Elektromobilität geprägt – und in der Tat ziehen kostspieligere Premium-Modelle nach wie vor mehr Interesse auf sich. Doch unser Big Data Tool zeigt, dass gerade über die letzten Monate die Dynamik bei den Premiummodellen stark abgeflaut ist, während die Nachfrage nach preiswerteren Elektroautos sehr stark wächst.

Verteilung über die letzten 12 Monate versus 3-Monats Trend. Export aus NEUTRUM MARKTCHECK.

Die KI-gestützten Trendanalysen weisen auf eine Trendwende hin: das Interesse an günstigeren und Premium-Elektroautos wird künftig gleichstark wachsen. Zwar hält sich damit ein Übergewicht teurerer Modelle sicherlich noch einige Zeit, doch das Interesse an Elektromobilität hat definitiv breitere Schichten der Bevölkerung erreicht.

Starke regionale Diskrepanzen: Ist Elektromobilität ein Thema für Wessis?

Dass die Deutschen in Ost und West auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung in manchen Bereichen unterschiedlich ticken, zeigen nicht nur die Ergebnisse von Bundes- und Landtagswahlen. Wie stark jedoch die Diskrepanz bei der Nachfrage nach Elektroautos ist, überrscht.
Sowohl nach absoluten Zahlen als auch bezogen auf die Bevölkerungsgröße liegt die Nachfrage in den ostdeutschen Bundesländern (inklusive Berlin) deutlich hinter den „alten“ Ländern – auch bei günstigen Elektroautos.

Räumliche Verteilung der Nachfrage. Export aus NEUTRUM MARKTCHECK.

Da Trends auch immer Schwankungen unterliegen, bezieht der NEUTRUM MARKTCHECK Erwartungswerte mit ein, die sich an der Bevölkerung, am bundesweiten Trend und an der Saisonalität orientieren, und betrachtet dabei auch den aktuellen Wandel. Und tatsächlich liegen auch die Zuwachsraten in Ostdeutschland unterhalb des Durchschnitts.

Interessanterweise ist jedoch nicht nur einen West-Ost-Abfall deutlich, sondern innerhalb der westdeuschen Bundesländer auch ein Süd-Nord-Gefälle. Mit Ausnahme von Hamburg nämlich bleiben Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen deutlich hinter Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen zurück. Bei den günstigeren Modellen ist dieser Unterschied sogar noch stärker ausgeprägt als bei den kostspieligeren. Ausgerechnet in den (Verbrenner-) Automobilhochburgen im Süden geht also die Antriebswende nicht nur am Schnellsten voran, sondern erreicht auch am Ehesten die Breite.

Prognose: weiter zweistellige Wachstumsraten in allen Segmenten

Der NEUTRUM MARKTCHECK begnügt sich nicht nur mit der Untersuchung des Ist-Zustands, sondern stellt auch KI-gestützt differenzierte Prognosen zur weiteren Entwicklung. Auf Basis des Interesses in Suchmaschinen ist davon auszugehen, dass die Nachfrage bis zum Juni 2022 gegenüber dem Vorjahr um zehn bis 13 Prozent zunehmen wird. Dabei entwickeln sich Premium-Elektroautos und Modelle im unteren Preissegment nunmehr im Gleichschritt.

Verlauf und Prognose für günstige Elektroautos. Export aus NEUTRUM MARKTCHECK.
Verlauf und Prognose für Premium-Elektroautos. Export aus NEUTRUM MARKTCHECK.

Zudem zeigt eine zunehmende Trendstärke und abnehmende Saisonalität, dass die Lust aufs E-Auto immer unabhängiger wird von saisonalen Faktoren wie beispielsweise dem Zyklus des Flottengeschäfts oder einmaligen Stimuli. Das sollte Herstellern und Händlern gute Laune bereiten – denn die untersuchten Verhaltensdaten sind den Zulassungszahlen stets um einige Monate voraus und bieten somit einen belastbaren Blick in die nähere Zukunft.

Der NEUTRUM MARKTCHECK: Trendforschung per Mausklick

Der NEUTRUM MARKTCHECK ist ein neu entwickeltes, KI-gestütztes Prognosetool, das aus dem Verhalten sehr vieler Menschen im Markt die Stärke, Entwicklung und Verteilung von Nachfrage ermittelt. Die Bedienung erfordert dabei keinerlei Vorwissen und steht Jedem offen.

Screenshot aus dem NEUTRUM MARKTCHECK.

In der Basisversion, wie sie ohne weiteres Setup bestellt und sofort genutzt werden kann, nutzt die Software dafür die Daten aller Google-Suchen. Weitere Datenquellen – vom Anrufsvolumen im Service bis zu Daten aus ERP-Systemen – können optional angeschlossen werden. Für die Analyse der Nachfrage nach Elektroautos kam die „normale“ Version auf Basis der Google-Daten zum Einsatz. Denn über viele Marktbereiche hinweg hat sich die Frage, wie viele Menschen wann etwas suchen, als ein zuverlässiger Indikator dafür erwiesen, wie sich das Kaufverhalten entwickelt – B2B wie B2C. Wichtig dabei: statt der unzuverlässigen Google Trends Daten werden die echten Suchzahlen verwendet.

Solche Daten sind zudem „schneller“ als Zulassungsstatistiken und Co., denn die Suche nach dem passenden Auto, das Vereinbaren einer Probefahrt etc. laufen dem Kauf deutlich voraus. Der NETURUM MARKTCHECK zieht solche Daten über viele Jahre hinweg heran und erkennt darin mit künstlicher Intelligenz die Muster und Trends. So lässt sich im Tool klar erkennen, was wirklich wichtig ist und was nur zufällig – und die Algorithmen stellen sehr fundierte, differenzierte Prognosen zur weiteren Entwicklung.

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